Betrugsversuche & Cyberkriminalität

Betrugsversuche & Cyberkriminalität

Im internationalen Handel tummeln sich leider viele Betrüger die es auf das Geld unbedarfter Kaufleute abgesehen haben. Die Betrüger rüsten immer weiter auf und schöpfen jede Möglichkeit aus um sich illegal zu bereichern. Durch den technischen Fortschritt eröffnen sich immer wieder neue Möglichkeiten für die Kriminellen, und es sei daher jedem empfohlen sich ständig über die neuesten Maschen zu informieren um auf dem Laufenden zu bleiben. Das gilt im Übrigen nicht nur für Geschäfte mit Drittländern sondern für Geschäfte im Internet allgemein. Schreiben Sie Ihre eigenen Erfahrungen hier als Kommentare um andere Leser zu informieren, so dass die Aufklärung Licht ins Dunkle bringt und Mitmenschen sensibilisiert werden. Die Dunkelziffer ist hoch weil natürlich niemand gerne über Verluste spricht.

Wie Sie sich schützen können:

Bevor Sie eine Überweisung an ein vermeintliches Unternehmen in China tätigen, versuchen Sie das Maximum an Daten über das Unternehmen zu ermitteln. Das ist bei Geschäften mit China etwas aufwändig. Lassen Sie sich eine Kopie der Business License des Unternehmens zeigen. Auf dieser Gewerbelizenz muss der Name der Firma, der Typ des Gewerbes, der offizielle behördliche Stempel (roter Stern) sowie die Unterschrift des Geschäftsführers zu sehen sein. Damit können Sie bereits ermitteln ob es sich tatsächlich um einen Hersteller handelt oder nur um eine Handelsfirma oder gar um eine Privatperson. Ist die Bankverbindung nicht identisch mit der Firma (Firmenkonto), so ist das ein weiteres Indiz für unorthodoxe Geschäftspraktiken.

Die Struktur von Firmennamen in der Volksrepublik China geben ebenfalls viel Aufschluss über eine Firma. Hat eine chinesische Firma in ihrem Namen einen Bezug zu einer Stadt (z.B. Danyang Trading Co. Ltd.), so ist das Stammkapital nicht sehr groß (mindestens 30.000 RMB). Beinhaltet der Firmenname den Namen der Provinz (z.B. Jiangsu Auto Parts Manufacturing Ltd.), so ist die Firma bereits wesentlich größer, denn das erforderliche Stammkapital zur Anmeldung eines solchen Gewerbes liegt bei 1 Mio RMB. Einzig große chinesische Konzerne haben keinen Bezug mehr zu einem Ort oder Provinz.

Der letzte Schritt um sich über ein Unternehmen zu informieren ist eine Anfrage bei der örtlichen chinesischen IHK in China. Anhand der Gewerbenummer auf der Lizenz kann die chinesische Behörde Auskunft über Stammkapital, Mitarbeiterzahl und Umsätze erteilen.

 

Alt aber immer noch Aktuell:

Eine Betrugsmethode hat sich beim Handel mit China durchgesetzt und wir möchten aufklären und warnen. Kriminelle hacken Emailkonten von Lieferanten und überwachen den Emailverkehr. Sobald ein Kunde eine neue Bestellung bei dem Lieferanten tätigt, schicken die Hacker eine Email an den Kunden, deren Herkunft der chinesische Zulieferer zu sein scheint.

 

cybercrimeIn dieser Email wird dem Kunden eine falsche Bankverbindung genannt an die gezahlt werden soll. Ein uns bekanntes Unternehmen wurde durch diesen Betrug um 25000€ betrogen. Das Geld ist nicht mehr zurückzuholen! Gehen Sie daher immer auf Nummer sicher und vergewissern Sie sich durch einen Telefonanruf, dass die Überweisung auf das richtige Konto angewiesen wird (Abgleich der Bankverbindung mit dem Lieferanten). Auch auf der original Handelsrechnung (inkl. original Firmenstempel) des chinesischen Lieferanten sollte das richtige Bankkonto zu finden sein. Weitere Informationen zu der Betrugsmasche bietet die IHK-Bodensee-Oberschwaben.

Die sicherste Übermittlung von vertraulichen Daten ist nach wie vor das Telefon.

 

Konkrete Warnungen vor chinesischen Unternehmen:

Das Unternehmen Shenzhen Zhengyang Electronic Technology Co.,Ltd hat ein uns bekanntest deutsches Unternehmen betrogen. Sachverhalt war eine Musterbestellung von mini SDHC – Speicherkarten. Die gelieferten Karten waren nicht original und nicht funktionstüchtig. Der Kaufpreis wurde nicht erstattet.

http://www.xingwangxing.com

Verantwortliche Person: Cara Chan

Email: carachan86@gmail.com

Weitere Betrugsopfer: http://www.scambook.com/report/view/72892/Shenzhen-Zhengyang-Electronic-Technology-Co.,-Ltd-False-Advertising-for-150.00-on-01-15-2012

Anhand dieses Sachverhalts lässt sich beispielhaft zeigen wie kleine ausländische Unternehmen in China beim Internetkauf betrogen werden. Das Unternehmen bietet sehr günstige „Markenelektronik“ im Internet an. Ausländische Unternehmen lassen sich von den Markennamen und den unverschämt günstigen Preisen zu einer Bestellung verleiten und bekommen wertlose Ware geliefert. Markenelektronik erhält man nur bei den jeweiligen Marken selbst. Sollten Sie auch mit dem Gedanken spielen eine Bestellung für Elektronik bei einem chinesischen Anbieter im Internet zu tätigen, werten Sie zunächst aus was Ihnen Suchmaschinen zu der betroffenen Firma bieten.

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Ein Gedanke zu „Betrugsversuche & Cyberkriminalität

  • 14. September 2016 um 1:38 pm
    Permalink

    Shenzhen Achepower Electronic
    nicht mit dieser Firma zusammenarbeiten, wegen Betrug

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