Messebesuch ISH, Frankfurt 14.3.2017

Messe_ISH_Badaustattungen_china_ImportAm 14.3.2017 besuchten wir die Weltleitmesse ISH (Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik, Erneuerbare Energien) in Frankfurt a. M., und publizieren hier ein kleines Resumé für Branchen-Interessierte und Kenner. Die ISH-Messe ist vergleichsweise groß und zieht viele Besucher und Hersteller aus allen Teilen der Welt an. Die Messe ist für die Sanitärbranche die Wichtigste ihrer Art und findet nur alle 2 Jahre statt. Die Verteilung der Aussteller auf die Messehallen lässt sich in 3 Kategorien unterteilen. 1. Die Top-Marken und Branchenriesen in den Erdgeschossen, 2. Mittelgroße Firmen im 1. Stock, 3. Kleine und neue Anbieter in den obersten Stockwerken. Die Firma GROHE stellte exklusiv und komplett für die Präsentation ihrer Badearmaturen in einer eigens angemieteten kleineren Halle aus.

Gezeigt wurden technische Neuheiten und neue Designs aus dem ganzen Sanitärbereich. Das Thema Barrierefreiheit (behindertengerecht) viel ins Auge als ein Bereich der immer Sanitär_Import_Chinaweiter an Bedeutung gewinnt. Barrierefreiheit in Verbindung mit modernen Designs ist als zukunftsweisender Absatzmarkt erkennbar. Wie nicht anders zu erwarten sind italienische Firmen weit vorne, die mit den besten Designs, auch im Bereich Barrierefreiheit punkten können.

In Halle 4 trafen wir auf Herrn Burda der Firma Burda GmbH Sanitärtechnik aus Düsseldorf, der uns zum Thema Barrierefreiheit ein innovatives Produkt vorstellte, das, wie so häufig in Fällen von herausragender Innovation, es anfangs schwer hat eine Akzeptanz auf dem Markt zu finden. „Handwerker haben es anfangs schwer sich mit neuer Technik vertraut zu machen, die eine andere Form der Installation erfordert. Deswegen ist es in unserer Branche immer mühselig eine Produktneuheit auf den Markt zu bringen, selbst wenn das neue Produkt alt-bekannte Probleme löst.“ so Burda.

Waschtisch RoVabo
Erster Waschtisch ohne sichtbaren Sifon

Das modern gestaltete Waschbecken hat ein im Becken eingefasstes, patentiertes Sifon um das Abwasser ohne Umwege direkt in die Wand zu leiten. Damit fällt das bekannte standardisierte Sifon unterhalb des Beckens weg, was eine Platzeinsparung im Badezimmer bedeutet. Rollstuhlfahrer können somit leicht an das Becken heranfahren, ohne sich, wie bislang, die Knie am Sifonrohr zu stoßen. Für Waschbeckenunterschränke bedeutet die neue Technik ebenfalls mehr Gestaltungsfreiheit durch die Platzersparnis.

Wir gehen davon aus, dass neue Sifontechnik das Aussehen des Badezimmers im Laufe der Zeit nachhaltig verändern wird. Man kann das leicht an der Entwicklung von Duschen in den letzten 20 Jahren erkennen. Wo man früher noch in eine Duschwanne einsteigen und sich der Rutschgefahr aussetzen musste, geht man man heute bequem in einen Duschbereich hinein und muss nicht mal mehr eine Glastür oder einen Vorhang hinter sich schließen.

Ein weiterer interessanter zukunftsorientierter Ansatz den wir in Halle 5 erspähten, ist die Entwicklung hin zur vollständigen Sensortechnik in der Dusche. Die Firma Gerloff baut Bäder für 4 & 5 Sterne Hotels in Europa und verbaut gar keine Armaturen mehr in die Duschkabine. Einzig 4 Touchfelder regeln die Wasserzufuhr und die Temperatur. „Der Benutzer stellt die Gradzahl auf dem Display ein und schaltet das Wasser ein und aus. Praktischer geht es nicht.“ So Herr Beck von der Firma Gerloff.

Die Sensortechnik wird bereits standardisiert in viele Spiegelschränke in Badezimmern verbaut zum Einschalten der Beleuchtung. Sensoren werden in Zukunft wahrscheinlich noch viel häufiger im Sanitärbereich zu finden sein.

Abschließend können wir sagen, dass Barrierefreiheit und Sensortechnik 2 Bereiche sind die als zukunftsweisend einzuschätzen sind. In beiden Bereichen werden die nächsten Jahre noch einige Neuigkeiten und Innovationen auf den Sanitärbereich zukommen.

 

Messebesuch ISH, Frankfurt 14.3.2017
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