Was eignet sich für den Import aus China

Was eignet sich für den Import aus China?

Sind Sie Groß- oder Einzelhändler oder sind Sie dabei ein Handelsunternehmen zu gründen? Sie müssen sich stets die Frage stellen, was Sie verkaufen möchten und woher Sie die Produkte zu einem akzeptablen Preis beziehen können. China hat seine Tore zur Welt Anfang der achtziger Jahre geöffnet und das dadurch entstandene Wachstum wird in die Geschichtsbücher als beispielloser Aufstieg einer Wirtschaftsmacht eingehen. China ist heute unangefochten das Land Nummer 1 für Warenherstellung und wird es auch in Zukunft sein. In den Jahren 2010 und 2011 führte eine starke Inflation zu merklichen Preissteigerungen. Diese Preisschwankungen treffen die Bevölkerung in ländlichen Gegenden Chinas hart. Aber auch für den Importeur, der in China einkauft, ist eine Steigerung der Preise spürbar, nicht zuletzt weil sich Rohstoffpreise z.b. von Rohöl und Baumwolle verteuert haben. Insgesamt ist China nicht mehr so preiswert wie es einst war, jedoch bleibt das „Reich der Mitte“ auf Grund seiner Größe, der guten Infrastruktur und der enormen Vielzahl an Zulieferern interessant für Industrie und Handel.

Was kann man aus China importieren und gewinnbringend vermarkten?

Wir von der Deutschen Handelsagentur empfehlen unseren Kunden die Möglichkeiten zu nutzen, eigene Kollektionen, Marken- Serien in China fertigen zu lassen, oder unbekannte chinesische No-Name-Marken zu importieren, und diese dem deutschen Markt vorzustellen. Die guten Konditionen, die man selbst bei kleineren Mengen erhält, können auch für kleine Unternehmen interessant sein. Trotz des geringen Mindestbestellwerts kann eine gute Profitmarge erreicht werden. Die erste Frage die sich stellt ist, ob es einen chinesischen Hersteller gibt, der das gewünschte Produkte herstellt.printed sun glasses Die gigantischen, eng vernetzten Industriestandorte entlang der Ostküste Chinas lassen schnell an Schwerindustrie denken. China ist jedoch hauptsächlich auf Konsumgüter eingestellt die viel Handarbeit erfordern. Die Zentralregierung in Peking unterstützt seit einigen Jahren die Entwicklung von Hochtechnologien und die Förderung von Innovationen um auch in Zukunft Devisen ins Land zu holen.

Beim Import von Waren müssen Faktoren wie Versand, Zoll und Währungsfluktuation bei der Preiskalkulation berücksichtigt werden. Sehr häufig wird irrtümlich angenommen, man könne originale Markenwaren direkt vom Originalhersteller beziehen, jedoch ist es nicht möglich, Apple oder Sony Produkte direkt vom Hersteller in China zu kaufen. Es stehen nicht selten Betrüger hinter Angeboten im Internet, die die neuesten Handymodelle „direkt aus der Fabrik in Shenzhen anbieten“Bitte verabschieden Sie sich von der Idealvorstellung Markenelektronik zu Fabrikpreisen beziehen zu können. 

 Importvorschläge

  • Ware vom Erstausrüster bzw. Original-Equipment-Manufacturer (abgekürzt OEM, englisch für Originalausrüstungshersteller). Darunter ist ein Hersteller zu verstehen, der fertige Komponenten oder Produkte in seinen eigenen Fabriken produziert, sie aber nicht selbst in den Handel bringt. Der Hersteller produziert die Ware, wie sie ausgehandelt und vertraglich geregelt wurde. Modifikationswünsche des Kunden über die bestellten Produkte oder über neue Verpackungswünsche werden vor Anlauf der Produktion verhandelt
  • Regionale chinesische Marken, hier ist die eigene Marke des Produzenten gemeint. Diese Produkte sind meist schnell auf dem europäischen Markt absetzbar, im Gegensatz zu einem OEM Produkt, in welches viel Entwicklungsarbeit investiert werden muss
  • Einführen von Waren, die dem deutschen Markt unbekannt sind. Heutzutage gibt es viele Waren, die ausschließlich in China produziert werden und dem Deutschen Konsumenten völlig unbekannt sind

Dies ist ungeeignet für den Import

Markenware: es gibt keine Möglichkeit Markenprodukte in China beim Hersteller zu beziehen. In diesem Fall ist der nächste Großhändler in Deutschland zuständig. Lassen Sie sich im Internet nicht von bekannten Markennamen zu einer Bestellung in China verleiten. Es sind immer Lockangebote mit unseriösen Hintergrund. Die großen Marken haben alle ihre „supply chain“ von Fabrik bis Endkundengeschäft abgesteckt und vermeiden unter allen Umständen, dass man diese Zulieferkette umgeht. Die chinesischen Hersteller haben Verträge mit den Marken die sie einhalten.

Elektronik: Chinesische „No-Name Elektronik“ entspricht selten den Qualitätsansprüchen deutscher Kunden. Darüber hinaus ist es schwer als kleiner Händler den Preiskampf mit großen deutschen Elektronikketten zu bestehen. Häufige Reklamationen und die Garantieabwicklung mit dem chinesischen Lieferanten sind schwer überwindbare Hürden.