Incoterms

Incoterms

Incoterms (International Commercial Terms, deutsch: Internationale Handelsklauseln) sind eine Reihe von freiwilligen Regeln zur Auslegung handelsüblicher Vertragsformeln im internationalen Warenverkehr. Der Gefahrenübergang beim Warenverkehr geschieht wenn die Fracht den Verantwortungsbereich des Verkäufers verlässt. Die Incoterms ermöglichen eine leichte Abwicklung des Gefahrenübergangs zwischen Käufer und Lieferant. Ein seriöses Angebot eines Lieferanten hat immer einen Bezug zu einem Incoterm.

Struktur: Incoterm + Ort. Jeder Incoterm benötigt eine Ortsangabe, die je nach Vereinbarung spezifisch (Adresse ) oder variabel (ein Hafen) sein kann. Ab diesem Ort wird die Verantwortung des Lieferanten, dem Käufer bzw. dem nächsten Logistikunternehmen übertragen.

Beispiele:

hongkong-buildingHier finden Sie einige Beispiele zu Incoterms denen wir am häufigsten bei Importen aus China begegnen. Beispielhaft sind auch die Orte genannt.

  • EXW Shenzen: Ex Works beinhaltet nur den Preis für die Ware ab Werk. Kein Transport inklusive. Die angegebene Stadt ist der Herstellungsort (Fabrik). Der Hersteller hat bei dieser Kondition das geringste Risiko. Die Abwicklung des Ex- und Imports, sowie des Transports muss vom Käufer organisiert werden. Bei Erhalt der Ware ab Werk trägt der Käufer alle Risiken und Kosten.
  • FOB Shanghai: Free On Board. Der Preis beinhaltet den Transport der Fracht vom Werk, den behördlichen Exportvorgang und die Verladung auf das Frachtschiff im Hafen von Shanghai. Der Käufer trägt Kosten und Risiken ab der Verladung in Shanghai und ist für die weitere Abwicklung (Verschiffung, Verzollung und Transport in Deutschland) verantwortlich.
  • CIF Hamburg: Cost Insurance Freight beinhaltet den Preis für die Ware, sowie die Kosten für den Transport bis zum Verladehafen, die Verschiffung bis zum Zielhafen (Hamburg) und die Versicherung der Fracht. Die weitere Abwicklung ab Hamburg, wie die Löschung der Fracht, Zollabwicklung und Transport bis ins eigene Lager sind nicht enthalten und müssen vom Kunden organisiert werden.
  • DDP Köln: Delivery Duty Paid, auch als „Door to Door“ bekannt. Beinhaltet die vollständige Abwicklung bis zur Lieferadresse, d.h. Preis der Ware, Transport von der Fabrik bis zum Verladehafen, Verschiffung bis zum Zielhafen Hamburg/Rotterdam, Frachtversicherung, Löschung der Fracht in Hamburg, Zollabwicklung inkl. dem Zollsatz und der Einfuhrumsatzsteuer und Transport bis ins Lager in Köln.
  • DAP Berlin: Delivery At Place. Gleich wie DDP mit dem Unterschied, dass Zollsatz und Einfuhrumsatzsteuer noch separat vom Importeur bei der Einfuhr bezahlt wird.